Titelgirl Giuliana Farfalla

"Transiboy" - Münchner Playmate ätzt gegen Transgender-Model

München - Erstmals in der Geschichte des deutschen "Playboy" hat das Männermagazin eine Transsexuelle auf dem Titel. Und erntet davor sofort Kritik: Das Münchner Playmate Ramona Bernhard ist mit dem aktuellen Playboy-Titelfoto alles andere als zufrieden.

Zum ersten Mal in der Geschichte des deutschen Playboy, ziert eine Transsexuelle den Titel. Sie heißt Giuliana Farfalla, nahm erfolgreich an der letzten Staffel von Heidi Klums Casting-Format „Germany’s Next Topmodel“ teil und zieht in Kürze mit elf weiteren Kandidaten ins australische Dschungelcamp ein. Geboren wurde Giuliana Farfalla vor 21 Jahren im Breisgau als Pascal Radermacher.

Giuliana Farfalla möchte als Frau erfolgreich sein

Bereits im frühen Kindesalter fühlte sich Giuliana Farfalla, so sagt sie selbst, im falschen Körper. Mit 16 vollzog sie dann auch äußerlich den Schritt zur Frau – ließ eine Geschlechtsanpassung vornehmen. Schon mit ihrer Teilnahme bei Heidi Klums Casting-Format „Germany’s Next Topmodel“ wollte sie anderen Transgendern und Transsexuellen Mut machen. Und doch würde sie sich wünschen, als Frau erfolgreich zu sein, nicht als Transgender-Model, so der Playboy in seiner Pressemitteilung.

Doch bereits vor Erscheinung des aktuellen Playboy gibt es Aufregung im "Hasen-Stall". Der Grund: Das Münchner Playmate Ramona Bernhard findet das gar nicht gut. Auf Facebook ätzt sie gegen das Erotikmagazin: "Jetzt ist Playboy echt langsam eklig. Ich dachte es ist ein Magazin für Männer mit ästhetischen Frauen und jetzt ist es eine Plattform für Transgender. Lach." 

Playmate sauer wegen Transgender-Cover

Doch die Münchner Krankenschwester ist selbst der erfolgreichste Hase im Playboy-Stall, war schon in fast 20 Ländern in dem Magazin, so die Bild. Nun ruft sie jedoch indirekt zum Boykott auf: „Wäre ich ein Mann, hätte ich jetzt Angst vor dem Magazin und würde es mir nicht kaufen. Wieso kein neuer Name für das Magazin zum Beispiel TRANSIBOY?" Und postete auf Instagram direkt ein entsprechend abgeändertes Coverbild, das sie am Mittwochvormittag jedoch wieder entfernte

Playboy-Chefredakteur Florian Boitin reagiert auf Anfrage der Bild gelassen. "Ach, natürlich haben wir auch mit kritischen oder sogar ablehnenden Reaktionen gerechnet. Aber die Resonanz ist doch überwiegend sehr positiv, viele meinen auch uns zu diesem mutigen Schritt gratulieren zu müssen. Respekt und Anerkennung verdienen aber in erster Linie Menschen wie Giuliana, die den Mut haben der Welt zu zeigen, wer sie sind. Und das mit allen Konsequenzen." Das "Playboy"-Titelshooting sei "einfach nur ein sehr schöner Beleg dafür, wie wichtig der Kampf für das Recht auf Selbstbestimmung ist".

mh/Pressemitteilung The Playboy

Rubriklistenbild: © Screenshot instagram

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